Wrongtom zur richtigen Zeit

wrongtom raggatwinsHeute stellt der Londoner Producer Wrongtom sein Album "In time" ins Schaufenster. Gemeinsam mit den Raggatwins hat er 14 Tunes aufgenommen, die knallhart den Reggae der 80er abfeiern. Das mag in Zusammenhang mit den Raggatwins überraschen, sind diese doch seit vielen Jahren im Jungle, Drum&Bass und Breakbeat unterwegs.
Doch "In time" katapultiert die Twins zurück in die Zeit, in der für die Veteranen musikalisch alles begann. Und so klingen sie bei Wrongtom eher nach U-Roy und I-Roy, nach Macka B und Mad Professor und natürlich darf bei einem solchen 80er-Flashback eine Slengteng-Reminiszenz keinesfalls fehlen.
Fummelt die Mottenkugeln aus euren XL T-Shirts und dann geht's ab!

www.wrongtom.bandcamp.com

synchre „requiem“

synchreRequiem kleinje weiter sich der bogen spannt, desto größer auch die gefahr, dass er (auseinander) bricht: wenn stücke einer vö von semieingängig bis experimentell reichen ist das schon schwierig genug, wenn das aber innerhalb eines einzigen stücks passieren muss, ist es erst so richtig anspruchsvoll.

Weiterlesen

Einmal Husten, bitte!

Als Tino Hanekamps Roman „Sowas von da“ verfilmt werden sollte, kümmerten sich Moses Schneider und der dünne Mann um den Soundtrack. Einige Songs entstanden, aus dem Film wurde nichts.
Aber die Lieder waren nun mal da, also gründete man eine Band. Zwei sind aber keine richtige Band, oder? Deshalb fragten sie Gisbert zu Knyphausen, ob er mal im Studio vorbeikommen wolle, es gäbe was zu singen.
Richtige Bands sind aber oft im Übungsraum und spielen live. Das wollte man nicht. Darum schraubten Moses, Gisbert und der dünne Mann ihre Lieder aus allen möglichen Überbleibseln der letzten zwanzig Jahre zusammen. Hier ein Schlagzeug-Take, zu dem es kein Lied gab, dort ein Sample, das niemand wollte, eine übrig gebliebene Nummer vom dünnen Mann, ein Playback von Moses, neue Melodielinien von Gisbert. Und nannten sich Husten.
Dann diese Frage: Wenn nicht Platte, wenn nicht live, was dann? Also eine EP. Jedes Jahr eine. Zum Aufklappen, mit farbigem Vinyl. Schön.

Vermächtnis - Protoje im Keuning-Haus Dortmund 15/04/17

protojeDas Wetter zu Ostern wurde bereits vorher von den kommenden Wochenendtouristen beklagt. Vermutlich war es eine selbsterfüllende Prophezeiung. Das Wetter und die Urlauber passten nicht zueinander. Ähnlich kompliziert war mein Verhältnis zu Protoje.

Weiterlesen

Hello Jaqee, lange her

Jetzt ist es doch tatsächlich bereits dreieinhalb Jahre her, dass Jaqee ihr letztes Album "Yes I am" veröffentlicht hat. Das ist eine lange Zeit im Popbusiness und Jaqee greift die lange Pause in ihrem neuen Song "Hello (It's me are you there)" selbst auf. Aber bitte, so schnell werden wir die Frau doch nicht vergessen! Trotzdem schön, dass es jetzt neue Songs gibt und noch schöner, dass diese Vorboten sind auf das neue Album "Fly high", welches am 19. Mai endlich erscheinen wird. Die ersten Veröffentlichungen deuten ein wenig darauf hin, dass "Fly high" ruhiger daher kommt, mit sehr persönlicher Note. Aber vielleicht täuscht der Eindruck. Die Vorfreude steigt, die Spannung ist groß.

www.jaqee.com

Joep Beving oder das Klavier trägt Bart

Einstmals drohte Joep im öffentlichen Dienst zu versacken. Doch der bärtige 2-m-Hüne fand den Weg zurück vom billigen Schreibtischdrehstuhl auf den Klavierhocker, schlug sich jedoch zunächst mit Musik für Werbefilmchen durch oder als Keyboarder im Nu Jazz und Electrosoul.
Nun aber ist der niederländische Pianist eins geworden mit seinem Instrument und spielt Klavier, Klavier, Klavier. Auf eine zurückhaltende, aber sehr bewegende Art und Weise. Joep nennt es "einfache Musik für komplexe Gefühle".
Inzwischen hat Beving einen Vertrag mit dem bedeutenden Klassiklabel Deutsche Grammophon. Dort veröffentlicht er nun sein zweites Album "Prehension" und ein 11-minütiges Video, das einige der neuen Stücke visualisiert.

www.joepbeving.com

Alex, die Astronauten und wen's sonst noch angeht

Die Frau studiert in New York Mathe und Physik, spielt - was man so hört - passabel Fußball und schreibt nebenbei Popsongs. Ja sicher...früher nannte man diese Leute Streber, heute eher Multitalente. Als Alex the Astronaut veröffentlicht die junge Australierin nun ihre Debüt-EP "To whom it may concern". Fünf persönliche Songs zwischen Indie, Pop und Folk, die dazu führen, dass Alex the Astronaut die ersten Headliner Shows in ihrer Heimat ausverkauft.
Leider kann uns die Überfliegerin derzeit nicht mit Auftritten in Europa verwöhnen, weil sie für ihr Studium lernen muss...Ich sag's ja...

www.alextheastronaut.com